Streicherklasse

»Wenn wir in der Schule Fußballspielen lernen sollten, bekamen wir einen Ball. Und ich hatte einen schrecklichen Kunstlehrer, aber wir konnten malen und zeichnen.

Nur in Musik hieß es: „Setzt euch und hört zu“. Ich fand immer schon, dass da irgendetwas falsch läuft.«

Sir Simon Rattle

Streicherklasse – der zweite Jahrgang lernt ein Streichinstrument!

Die erste Streicherklasse hat sich mittlerweile gut an unserer Schule etabliert und bei allen wichtigen Terminen im Schuljahr ihr Können gezeigt. Alle Beteiligten haben viel Spaß an dieser Form des Unterrichts – in Kürze wird das auch mit einem neuen Flyer hier nachzulesen sein.

 

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Streicherklasse – was ist das?

– in der 7. und 8. Klasse erlernst du ein Streichinstrument deiner Wahl – alles, was wir im Musikunterricht lernen, lernen wir beim gemeinsamen Musizieren – schon nach kurzer Zeit kannst du im Klassenorchester Musikstücke spielen und auf die Bühne bringen – du bekommst 1 Stunde pro Woche professionellen. Instrumentalunterricht in Kleingruppen – durch das Musizieren in der Gruppe steigerst du deine Intelligenz, dein Lernvermögen und deine Teamfähigkeit und hast Spaß dabei!

 

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Streicherklassenflyer der Wald-OS

Flyer mit Informationen zur Streicherklasse  2014 im PDF-Format

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Gedanken zur Streicherklasse

Unterricht in der Gruppe motiviert mehr als Einzelunterricht!

Streicherklasse heißt nicht Leistungssport, sondern Spaß für alle!

Praxis ist am coolsten!

Ihre Kinder erobern Saite für Saite!

Ihre Kinder werden stolz sein, ein Instrument lernen zu dürfen, während alle anderen “nur” normalen Musikunterricht haben!

 

 

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Was ich noch fragen wollte… (FAQ´s):

Wie melde ich mich zur Streicherklasse an?

Mit der Anmeldung an der Wald-Oberschule können Sie sich für diese spezielle Form des Musikunterrichts entscheiden

Mein Kind spielt schon ein Instrument. Ist das ein Problem?
Nein, wir freuen uns sehr über musikalisch vorgebildete Schüler! Nur sollen die Schüler das Instrument, das in der Schule gelernt wird, noch nicht beherrschen.

Was kostet das?
Die Kosten für Unterricht und Instrumentenausleihe betragen im Monat inklusive Instrument ca. 35 €. Günstiger kann man kein Instrument lernen. Diese Summe setzt sich zusammen aus den Leihkosten für das Instrument (ca. 16 Euro pro Monat – für 24 Monate) und den Unterrichtskosten – ca. 19 Euro pro Monat.

Wie erfolgt die Bezahlung des Unterrichts und des Leihinstrumentes?
Durch einen Dauerauftrag der Eltern auf ein spezielles Konto des Freundeskreises der Wald-Oberschule.
Wir verstehen die Streicherklasse als eine Art Solidargemeinschaft, die Instrumentenumlage ist für alle gleich groß, egal, ob das Kind eine kleine Geige oder einen großen Kontrabass erlernt.

Wer gibt den Instrumentalunterricht?
Erfahrene Instrumentallehrer, die auch an Musikschulen unterrichten und die erforderliche Kompetenz für Gruppenunterricht aufweisen können. Die Eltern schließen – wie in der Musikschule – mit den Instrumentallehrern einen Unterrichtsvertrag ab. Eine direkte Kooperation mit Musikschulen ist leider auch in Charlottenburg-Wilmersdorf verboten (von Senatsseite werden theoretisch mögliche Rentenansprüchen von Instrumentallehrern angeführt !?!)

Wir haben schon ein geeignetes Instrument, kann mein Kind darauf spielen?
ja natürlich, das hat aber in der Regel keinen Einfluss auf die Höhe der Kosten, denn mit der Instrumentenumlage wollen wir langfristig eigene Instrumente erwerben. Dies geht aber nicht innerhalb von 2 Jahren.

Wie sieht der Stundenplan aus?
Die beiden Stunden Klassenmusizieren sind in den Stundenplan eingearbeitet, der Instrumentalunterricht (45 min/Woche) findet nach dem regulären Unterricht statt. Die Musikklasse hat dadurch aber nicht mehr Unterricht als unsere normalen Klassen, denn die anderen Klassen haben pro Woche eine Stunde Sport zusätzlich.

Wie kommt mein Instrument in die Schule?
Ganz normal wie die Schultasche – im Instrumentenkasten bei Violine, Bratsche und Cello in der Hand oder auf dem Rücken. In der Schule wird es dann entweder beim Musikraum sicher aufbewahrt, oder im Klassenraum in einem speziellen Regal gelagert, damit es nicht beschädigt werden kann. Die Kontrabassspieler haben übrigens dabei den leichtesten Part, denn sie haben ein Instrument zu Hause und spielen in der Schule auf einem dort stehenden weiteren Instrument.

Wie kann ich denn das Instrument stimmen?
In der Schule macht das der Musiklehrer, zu Hause kann man das ganz einfach mit einer Smartphone-App machen, die die gespielte Tonhöhe anzeigt oder ein handelsübliches Stimmgerät benutzen.

Was passiert bei Beschädigungen des Instrumentes?
Die Instrumentenversicherung ist mit dem Entgelt für die Streicherklasse schon abgeschlossen – Sie müssen sich in der Regel um nichts kümmern. Kleinere Probleme werden direkt in der Schule durch die Lehrkräfte behoben (Saitenwechsel etc.)

Gibt es Hausaufgaben in Musik?
Alle theoretischen Grundlagen erlernen wir spielerisch beim Gruppenmusizieren, hier gibt es keine “HA”. Das regelmäßige häusliche Üben wird aber vorausgesetzt.

Warum gibt es an so wenigen anderen Berliner Gymnasien eine Streicherklasse?
Auf diese Frage gibt es viele mögliche Antworten:
Während Bläserklassen in Berlin relativ häufig und stark nachgefragt sind, gibt es für Streicher bislang noch kaum vergleichbare  Angebote an Gymnasien. Dies ist in anderen Bundesländern anders – Grund ist sicher auch, dass das Gymnasium dort schon ab Klasse 5 beginnt. Grundschulen in Berlin scheuen aber den damit verbundenen Aufwand, da sie die Schüler bereits nach der 6. Klasse wieder entlassen.
Das Erlernen eines Streichinstrumentes sei schwieriger als das Erlernen eines Blasinstrumentes, wird immer wieder behauptet. Wir halten dagegen, dass sich gerade in einer Streicherklasse durch die identischen Bewegungsmuster beim Spielen der Lernerfolg schnell einstellt und weniger Zeit  verloren geht, über unterschiedlichste Tonerzeugungen und Griffweisen zu reden. Denken Sie nur an die verschiedenen Klappensysteme bei Klarinetten, Flöten, Saxophonen etc.

Ist es in der 7. Klasse nicht zu spät, um ein Instrument zu lernen?
Auf dem Streichinstrument wird Ihr Kind sicher kein Virtuose mehr werden – wohl aber ein intelligenter, kreativer und motivierter Teamplayer, für den Musik und Musizieren selbstverständlich zum Leben gehören. Außerdem lernen ältere Kinder schneller und kommen so eher zu respektablen Ergebnissen.

Viele Kinder haben in der Grundschule mit einem Instrument angefangen, z.B. mit der Blockflöte oder einer Gitarre. Häufig beobachten wir, dass Kinder gerade im Jahr vor dem Schulwechsel ein anderes Instrumentbeginnen. Wenn wir bedenken, dass die Kinder heutzutage früher eingeschult werden als vor ein paar Jahren, sind wir mit dem Startzeitpunkt 7. Klasse gar nicht so weit hinten wie einige Kritiker meinen.

Wir denken, es ist auch einleuchtend, dass Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse nach zwei Jahren Streicherklassenunterricht viel mehr auf ihrem Instrument erlernt haben als Schülerinnen und Schüler, die diese Unterrichtsform in der 3. und 4. bzw. 5. und 6. Klassen – meist verbunden mit den Anfängen der Notenschrift – kennengelernt haben.

Zu guter Letzt: Kann man aus der Streicherklasse aussteigen?
Eigentlich nein, mit der Auswahl dieser Unterrichtsform verpflichten sich die Eltern für zwei Jahre dabei zu bleiben. Natürlich gibt es Ausnahmen wie Schulwechsel, lange Krankheit etc.
Bitte bedenken Sie, dass trotzdem ja der Instrumentalunterricht bezahlt werden muss und auch die Instrumentenumlage nicht wegfallen kann.